Anwendungsfälle

LEANkom bietet Antworten auf eine der zentralen Fragestellungen im Kontext der Siedlungsentwicklung. Hierbei kommt insbesondere dem Vergleich der Kosten und Nutzen von alternativen Entwicklungsoptionen - sei es auf der Ebene einzelner Vorhaben oder die Abwägung von Entwicklungsstrategien auf der Flächennutzungsplanebene - eine besondere Bedeutung zu.

 

Fragestellungen, die mit LEANkom untersucht werden können, sind beispielsweise:

1. Wie entwickelt sich die Bevölkerung?

Die Kommunale Bevölkerungsvorausberechnung ist trotz der Entwicklungsunsicherheit eine der zentralen Planungsgrundlagen. Kommunale Leistungsangebote sind direkt oder mittelbar von der Einwohnerentwicklung und deren Alters- und Sozialstruktur abhängig. Die unterschiedliche Attraktivität, Sozialstruktur und Lage einzelner Stadtteile sorgt für ein kleinräumiges Nebeneinander von Wachstum und Schrumpfung. Neue Baugebiete können in diesem räumlichen Kontext erhebliche Auswirkungen auf das kommunale Leistungsangebot haben.

2. Wie lässt sich die fiskalische Bilanz eines Projektes optimieren?

Ein oftmals vorkommender Anwendungsfall: Für eine Fläche wurden in einem Wettbewerb oder innerhalb der Verwaltung mehrere Bebauungs- und Erschließungsvarianten vorgelegt. Neben städtebaulichen und ökologischen Argumenten lässt die Nutzung von LEANkom Schlüsse über Kosten und Nutzen der Varianten zu. Durch die Analyse verschiedener Entwicklungsvarianten bietet LEANkom wichtige Hinweise zur Optimierung der Planung.

3. Welche Baugebiete sollten in welcher Reihenfolge entwickelt werden?

Innerhalb der Aufstellung eines Flächennutzungsplans liegt die Zahl an identifizierten Potentialflächen deutlich über dem Bedarf der entsprechenden Gemeinde. Mittels LEANkom werden die Flächen identifiziert, welche eine optimale Balance von Kosten und Nutzen aufweisen und darüber hinaus die soziale Infrastruktur nicht übermäßig belasten. LEANkom ermöglicht die gleichzeitige Berücksichtigung von kleinräumiger Bevölkerungsentwicklung, Kosten und Auslastungseffekten der technischen und sozialen Infrastruktur sowie der Einnahmeseite durch Steuern und Abgaben. Die Ergebnisse werden in ein erweitertes Bewertungsraster eingebettet, das zusätzlich zum Beispiel die städtebaulichen Potenziale, Stadtentwicklungsziele, die möglichen Zielgruppen oder die ökologischen Eingriffe berücksichtigt. Im Ergebnis steht ein nachvollziehbares Wohnbauflächenentwicklungskonzept.