Kosten-Nutzen-Analysen der Siedlungsentwicklung und Baulandkalkulation mit LEANkom®

Problem

Eine angespannte Haushaltslage ist inzwischen eher Regel denn Ausnahme für viele Kommunen. Rückläufige Steuereinnahmen und weiter steigende Ausgaben für Pflichtaufgaben verringern den kommunalen Gestaltungsspielraum. Daher rücken Wirtschaftlichkeitsaspekte auch für den Bereich der Stadtplanung mehr und mehr in den Fokus. In der Vergangenheit herrschte oftmals die Meinung vor, dass die Ausweisung von Wohngebieten einen fiskalisch positiven Effekt besitzt. Neue Einwohner werden generiert, welche ja schließlich in die Gemeindekasse einzahlen. Verschiedene Untersuchungen der letzten Jahre lassen jedoch den Schluss zu, dass diese Sichtweise nicht in jedem Fall der Realität entspricht. Im Gegenteil können Fehlplanungen zu Kostenfallen für Kommunen werden, wenn beispielsweise die Auswirkungen auf Einrichtungen der sozialen Infrastruktur oder die Marktgängigkeit der angebotenen Grundstücke falsch eingeschätzt werden. Hieraus ergeben sich zentrale Fragestellungen für die strategische Planung:

  • Welche Kosten sind bei der Entwicklung eines Baugebietes, oder der Umsetzung eines FNPs für die öffentliche Hand zu erwarten?
  • Gibt es kostengünstigere Alternativstandorte oder -bebauungskonzepte?
  • Können die zu erwartenden Einnahmen die Kosten decken?

Ansatzpunkte

Es ist  sinnvoll, schon im Vorfeld von Baulandausweisungen – optimalerweise auf Ebene der FNP-Aufstellung – die Potenzialflächen auf ihre fiskalischen Folgen hin zu untersuchen. Hierbei müssen neben den Kosten für die innere und äußere Verkehrserschließung sowie anderer technischer Infrastrukturen, ebenfalls die Auswirkungen beispielsweise auf Schulen und Kindergärten in die Betrachtung einfließen. Zusammen mit der Ermittlung der wahrscheinlichen Steuereinnahmen eines Gebietes entsteht auf diese Weise ein präzises Bild der Folgeeffekte einer Baulandentscheidung, welches in den Abwägungsprozess mit einfließen kann. Entsprechende integrierte Betrachtungen sind bislang im kommunalen Planungsalltag kaum verbreitet, da sie komplexes Wissen aus einer Vielzahl von Teilgebieten erfordern und somit zu aufwändig für kleine und mittelgroße Projekte sind.

Leistungen von SSR
Aus diesem Grund besitzt SSR eine exklusive Softwarelösung, welche viele Funktionen einer fiskalischen Wirkungsanalyse automatisiert. Zentrales Element ist die Software LEANkom, mit deren Hilfe Kosten und Nutzen von Wohnsiedlungsprojekten ermittelt werden können. Neben der Abschätzung des Kostenaufwands für die technische Infrastruktur ist ein wesentliches Merkmal der Software eine kleinräumige Bevölkerungsmodellierung, welche die Folgekostenbetrachtung für soziale Infrastruktureinrichtungen und die fiskalische Gesamtbilanzierung eines Vorhabens ermöglicht. Die hieraus ermittelten Bevölkerungsvorausberechnungen können auch für weitere kommunale Fragestellungen verwendet werden. Ein Auswertungstool zur Baulandkalkulation und Finanzierung rundet das Portfolio ab.

SSR bietet seinen Auftraggebern individuell zugeschnittene Analysen und Bewertungen an. Kommunen können auf diese Weise anstatt grober Abschätzungen von Kosten und Nutzen neuer Baulandentwicklungen konkret berechnete Ergebnisse in ihren Abwägungsprozess einbeziehen und diesen hierdurch qualifizieren. Fehlplanungen werden reduziert und die Planungssicherheit deutlich erhöht.