Kleinräumige Bevölkerungsvorausberechnung

Problem

Der inzwischen nahezu flächendeckend sichtbar werdende demografische Wandel wirkt sich auf nahezu alle Teilbereiche der kommunalen Aufgaben aus. Nur in wenigen Kommunen kommt es zu einem gleichmäßigen Absinken der Bevölkerungszahlen. Auf Ebene der einzelnen Stadt- und Ortsteile ist weiterhin mit einem Nebeneinander von Wachstum und Schrumpfung zu rechnen. Hieraus ergeben sich wichtige Fragestellungen:

  • Für welche Teilbereiche einer Kommune ist mit welcher Entwicklung zu rechnen?
  • Wie verteilt sich diese Entwicklung auf einzelne Alterskohorten?
  • Wie wirkt sich der demografische Wandel auf die Bevölkerungs- und Sozialstruktur aus?

Ansatzpunkte

Eine der schon jetzt sichtbaren Auswirkungen sind sich verändernde Auslastungen von sozialen Infrastruktureinrichtungen wie beispielsweise Grundschulen und Kindergärten. Die Frage, wie auf rückläufige Nachfragerzahlen reagiert wird, ist eine der zentralen Herausforderungen für Politik und kommunalen Verwaltung der nächsten Jahre. In vielen Kommunen kommt es schon heute zu teilweise sehr emotional geführten Diskussionen für oder gegen den Erhalt einzelner Einrichtungen. Gleichzeitig muss sich die Planung aber auch auf demografisch bedingte Veränderungen an den Wohnungsmärkten einstellen. Ein detailliertes Wissen über kleinräumige Bevölkerungsveränderungen sollte daher die Grundlage für möglichst transparente kommunale Entscheidungen bilden.

Leistungen von SSR

Praktisch jede Kommune verfügt heute über Bevölkerungsprognosen. Jedoch werden diese im Normalfall auf Basis verhältnismäßig unpräziser Daten auf gesamtstädtischer Ebene fortgeschrieben und dann ggfs. auf einzelne Stadtteile heruntergebrochen. 

SSR nutzt hingegen eine speziell entwickelte Software namens BMkom, um die genannten Prozesse realitätsnah und kleinräumig abbilden zu können. Es werden deutlich präzisere Meldedaten ausgewertet und Vorausberechnungen je Stadtteil bzw. statistischem Bezirk berechnet. Darauf aufbauend werden Auslastungseffekte für einzelne Infrastrukturbereiche berechnet.

Hierdurch entsteht ein konkretes Bild der zukünftigen Perspektiven, welches Grundlage für vielfältige Fragestellungen der strategischen Stadtentwicklung ist. Der hieraus erzielte Erkenntnisgewinn zeigt auf, wo Handlungsbedarf, aber auch Handlungsspielräume bestehen. Realistische Daten helfen, schwierige Diskussions- und Entscheidungsprozesse zu versachlichen.